GHK-Cu 20 mg Kupfer-Tripeptid gehört zu den Referenzen, deren Charge mit einem Prüfbericht belegt ist. GHK-Cu kaufen Labore hier als das kleinste Peptid im Sortiment: ein Tripeptid aus Glycin, Histidin und Lysin, das Kupfer(II) komplex bindet. Mit rund 340 g/mol für das freie Tripeptid liegt es um mehr als eine Größenordnung unter den Inkretin-Peptiden – ein Unterschied, der sich in Analytik und Handhabung niederschlägt.

GHK-Cu 20 mg Kupfer-Tripeptid: Substanzdaten im Überblick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Substanz | GHK-Cu (Kupfer-Tripeptid-1) |
| Sequenz | Gly-His-Lys |
| CAS-Nummer (GHK) | 49557-75-7 |
| CAS-Nummer (Kupferkomplex) | 89030-95-5 |
| Molekulargewicht (GHK) | ca. 340,4 g/mol |
| Molekulargewicht (Komplex) | ca. 403,9 g/mol |
| Besonderheit | metallbindendes Peptid |
| Gesamtmenge | 20 mg |
Angaben nach Fachliteratur und Herstellerdeklaration. Verbindlich sind Etikett und Datenblatt der gelieferten Charge.
Format und Handhabung
Als metallbindendes Peptid unterscheidet sich GHK-Cu in der Analytik von den übrigen Referenzen: Der Kupferkomplex bringt eine charakteristische Färbung mit und verhält sich bei spektroskopischen Verfahren anders als ein rein organisches Peptid. Für Vergleichsreihen ist es damit ein bewusst andersartiger Bezugspunkt.
Analysezertifikat und Chargenbezug
Zu jeder Charge liegt ein eigenes Analysezertifikat vor, das Identität und Reinheit genau dieser Chargennummer zuordnet. Ein Hersteller- oder Markenname allein sagt darüber nichts aus. Die vorliegenden Dokumente sind unter Analysezertifikate einsehbar; wie ein solches Dokument zu lesen ist, erklärt der Beitrag Analysezertifikat richtig lesen.
Lagerung
Trocken, dunkel und gekühlt gemäß Etikett der gelieferten Charge. Kontakt mit Metallspateln und -gefäßen ist bei metallbindenden Peptiden grundsätzlich zu bedenken.
Häufige Fragen
Warum ist GHK-Cu blau?
Weil das gebundene Kupfer(II)-Ion dem Komplex seine Farbe gibt. Das freie Tripeptid ohne Kupfer ist farblos.
Was bedeutet Tripeptid?
Eine Kette aus genau drei Aminosäuren – hier Glycin, Histidin und Lysin. Zum Vergleich: BPC-157 hat fünfzehn, Semaglutid einunddreißig.
Wofür dient es in Vergleichsreihen?
Als metallbindende, sehr kleine Referenz neben deutlich größeren, rein organischen Peptiden. Aussagen zu einer Anwendung werden nicht gemacht.
GHK-Cu Peptide: was die Studienlage beschreibt
GHK-Cu ist kein synthetisches Konstrukt, sondern ein körpereigenes Tripeptid. Die Literatur beschreibt die Sequenz Glycin-Histidin-Lysin als Bestandteil des menschlichen Blutplasmas, die Kupfer(II)-Ionen mit hoher Affinität bindet – daher die Bezeichnung Kupfer-Tripeptid-1. Berichtet wird außerdem, dass die im Plasma messbare Konzentration mit zunehmendem Lebensalter abnimmt.
Genau dieser Kupferkomplex macht GHK-Cu Peptide analytisch interessant und zugleich anspruchsvoll. Anders als bei einem reinen Peptid hängen Farbe, Löslichkeit und Stabilität der Zubereitung vom Metallanteil ab, und eine Messung, die den Komplex nicht berücksichtigt, führt in die Irre. Wer zwei Chargen vergleicht, vergleicht deshalb nie nur eine Peptidsequenz.
Untersucht wurde die Substanz in publizierten Arbeiten überwiegend in Zellkultur und im Tiermodell, mit Schwerpunkt auf Gewebereparatur und Bindegewebsstoffwechsel. Was sich daraus potenziell ableiten lässt, bleibt Gegenstand der Forschung – belastbare Aussagen über eine Anwendung am Menschen enthält diese Seite nicht und soll sie nicht enthalten.
GHK-Cu, Serum oder Creme: warum das nicht dasselbe ist
Wer nach GHK-Cu sucht, landet regelmäßig bei Seren und Cremes aus dem Kosmetikregal. Diese Produkte enthalten das Kupfer-Tripeptid in kosmetischen Zubereitungen, meist in sehr geringem Anteil, und sie werden als Kosmetikmittel in Verkehr gebracht. Rechtlich und praktisch ist das eine andere Warengruppe.
Das hier gelistete Material ist ein Lyophilisat – ein gefriergetrocknetes Pulver im Glasvial, ohne Trägerstoffe, Konservierung oder Duft. Es wird vor der Verwendung im Labor angesetzt, die Konzentration bestimmt also der Anwender und nicht der Hersteller. Ein Serum lässt sich damit nicht vergleichen, und eine Mengenangabe von einer Cremetube lässt sich nicht übertragen.
Praktisch heißt das: Erfahrungsberichte, Vorher-Nachher-Bilder und Prozentangaben aus der Kosmetikwerbung beziehen sich auf fertige Formulierungen. Für ein Forschungsreagenz sind sie keine Referenz, auch wenn der Wirkstoffname übereinstimmt.
Warum zu GHK-Cu keine Mengenangaben auf dieser Seite stehen
Kupfer ist der Unterschied
Bei GHK-Cu Dosierung kommt ein Faktor hinzu, den reine Peptide nicht haben: Mit dem Komplex wird immer auch Kupfer eingebracht. Kupfer unterliegt im Organismus einer eigenen Regulation und hat einen eigenen toxikologischen Rahmen, der sich nicht aus der Peptidmenge ableiten lässt, sondern aus dem Metallanteil des Komplexes.
Zahlen, die im Netz kursieren, stammen fast durchgängig aus Foren oder aus Produktbeschreibungen kosmetischer Zubereitungen. Beides ist keine tragfähige Grundlage: Im einen Fall fehlt jede Nachvollziehbarkeit, im anderen bezieht sich die Angabe auf eine völlig andere Darreichungsform.
Aus der verfügbaren Evidenz lässt sich daher kein belastbares Schema ableiten, und diese Seite nennt aus diesem Grund bewusst keine Mengen. Für den Umgang im Labor ist das Sicherheitsdatenblatt maßgeblich.
Anwendungskontext und Bezug: häufige Fragen
Was ist GHK-Cu?
Ein Komplex aus dem Tripeptid Glycin-Histidin-Lysin und einem Kupfer(II)-Ion, in der Literatur als Kupfer-Tripeptid-1 geführt. Die Peptidsequenz kommt natürlich im menschlichen Plasma vor; das hier gelistete Material ist die synthetisch hergestellte Entsprechung als gefriergetrocknetes Pulver für Labor- und Analysezwecke.
Welche Nebenwirkungen hat GHK-Cu?
Zu Nebenwirkungen am Menschen machen wir keine Angaben. Das Material ist ein Forschungsreagenz und nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier bestimmt; eine Nebenwirkungsdarstellung setzt eine bestimmungsgemäße Anwendung voraus, die hier nicht vorgesehen ist. Für den Umgang im Labor gilt das Sicherheitsdatenblatt.
Gibt es Vorher-Nachher-Vergleiche zu GHK-Cu?
Die Bildvergleiche, die zu diesem Stichwort kursieren, stammen aus der Vermarktung kosmetischer Seren und Cremes, nicht aus kontrollierten Studien mit dem Reinstoff. Sie sagen nichts über das hier gelistete Lyophilisat aus. Wir zeigen solche Vergleiche nicht und machen keine Aussagen über sichtbare Veränderungen.
Wo kann man GHK-Cu kaufen?
Als Forschungsreagenz über den spezialisierten Laborhandel – hier in zwei Mengen, 20 mg und 50 mg im Vial. Kosmetische Zubereitungen mit Kupfer-Tripeptid bekommt man dagegen im normalen Handel; das sind andere Produkte mit anderer Zweckbestimmung.
Research Use Only
Öffentliche Substanzdaten zu GHK-Cu 20 mg Kupfer-Tripeptid: Eintrag in der PubChem-Datenbank des NIH.
Dieses Material ist ein Forschungsreagenz für wissenschaftliche Labor- und Analysezwecke. Es ist nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier bestimmt, nicht zur Diagnose, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten, und besitzt keine arzneimittelrechtliche Zulassung. Dosierungen, Anwendungsschemata und gesundheitsbezogene Aussagen werden daher nicht genannt.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Forschungseinrichtungen, Labore und gewerbliche Abnehmer.
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